Online Fortbildung HzE

Multiplikator*in für Medienpädagogik in den Hilfen zur Erziehung

Online-Fortbildung | 30 Stunden | 300,00 €

Kinder werden in eine digitalisierte Welt hineingeboren. Doch ihre Fähigkeit zu einer reflektiert-kritischen und selbstbestimmten Mediennutzung ist weiterhin stark abhängig von Herkunft und sozialem Umfeld. Der Weg hin zu einer medienkompetenten Persönlichkeit muss durch pädagogische Prozesse initiiert und begleitet werden. Heranwachsende, die einen Großteil ihres Alltags in den Kontexten der Hilfen zur Erziehung verbringen, sind auf eine durchdachte alltagsintegrierte und lebensweltorientierte Medienerziehung angewiesen. 

Viele Träger der Hilfen zur Erziehung stehen also vor der großen Herausforderung, die medienpädagogische Arbeit nachhaltig in ihren Angeboten zu implementieren. Obwohl möglichst alle Fachkräfte medienpädagogisches Grundlagenwissen erlangen sollten, ist es dennoch sinnvoll, wenn einige Teammitglieder ihre medienpädagogische Kenntnisse vertiefen und für das Gesamtteam als Multiplikator*innen agieren. 

Genau zu diesem Zweck bieten wir die Online-Fortbildung “Multiplikator*in für Medienpädagogik in den Hilfen zur Erziehung” an. In der 30-stündigen Online-Fortbildung erlangen Sie medienpädagogisches Grundlagenwissen und vertiefende Kenntnisse, um als Multiplikator*in für Medienpädagogik zu fungieren, Medienkonzepte zu erstellen und passgenaue Angebote für Ihre Zielgruppen zu entwickeln und durchzuführen.

Alle Termine finden über das Videokonferenz-Tool zoom statt.

Inhalte ( Überschriften anklickbar)

Zum Auftakt der Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden zunächst mit den grundlegenden Ansätzen der Medienpädagogik im Kontext der Erziehungshilfe auseinander. Sie lernen verschiedene Methoden zur Haltungsentwicklung im Team kennen und diskutieren den Begriff der Medienerziehung. Außerdem erhalten die Fachkräfte einen ersten Einblick in aktuelle digitale Lebenswelten und Trends von Kindern und Jugendlichen.

In Modul 2 werden die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen der Mediennutzung sowie Aspekte des Datenschutzes anhand verschiedener Fallbeispiele analysiert und diskutiert. Die Fachkräfte erhalten verschiedenen Praxistipps, wie durch z.B. Mediennutzungsverträge und gezielte medienpädagogische Angebote die Rechtssicherheit im pädagogischen Alltag - vor allem auch durch den aktiven Einbezug der Kindern und Jugendlichen - erhöht werden kann.

In diesem Modul werden die wichtigsten Sozialen Netzwerke mit ihren Chancen und Risiken beleuchtet. Aufgegriffen wird auch, welchen spezifischen Einfluss Influencer*innen auf die Entwicklungsthemen der Jugendlichen ausüben. Außerdem werden Methoden und Materialien vorgestellt, durch die ein angemessener Umgang mit Smartphones, Apps und Messengern auf Augenhöhe besprochen und gefördert werden kann.

Vertiefend zu den Inhalten aus Modul 3 werden in dieser Einheit noch einmal zwei Risikobereiche in den Blick genommen, die häufig im pädagogischen Alltag der Hilfen zur Erziehung diskutiert werden. Zunächst setzen sich die Teilnehmenden mit dem Begriff der “Mediensucht” auseinander und erlernen verschiedenen Kriterien zum Erkennen von Gaming Disorder. Im Anschluss geht es um die Einordnung von Sexting und Sexualität in sozialen Medien in Abgrenzung zum Risiko sexualisierter Gewalt.

Das Modul greift ergänzend zur Vertiefung der Risikobereiche die Chancen der Mediennutzung auf und gibt einen Einblick in die vielfältigen Methoden und Möglichkeiten der aktiven und kreativen Medienarbeit. Hierbei wird auch der Aspekt der dafür notwendigen technischen Infrastruktur diskutiert. Außerdem werden Gelingensfaktoren und Formate für medienpädagogische Elternarbeit besprochen. 

Auf Basis aller durchlaufender Modul wird zum Abschluss der Fortbildung aufgezeigt, wie sich durch ganzheitliche Medienkonzepte die medienpädagogischen Arbeit in den Hilfen zur Erziehung verstetigen lassen und welche Bausteine und Stationen bei der Entwicklung von Medienkonzepte einen Rolle spielen. Außerdem wird mit den Teilnehmenden gemeinsam diskutiert, welche Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote notwendig sind, um der eigenen Rolle als medienpädagogische*r Multiplikator*in gerecht zu werden.

Alle Inhalte wurden speziell unter Berücksichtigung der Fragen und Herausforderungen der Erziehungshilfe konzipiert. Die Erfahrungen der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW durch die langjährige Arbeit des Projekts PowerUp – Medienpädagogik & Erziehungshilfe haben gezeigt, dass durchdachte alltagsintegrierte und lebensweltorientierte Medienerziehung insbesondere in den Hilfen zur Erziehung sehr wichtig ist.

Termine

Die Fortbildung „Multiplikator*in für Medienpädagogik in den Hilfen zur Erziehung“ beinhaltet insgesamt sechs Module. Wir bieten Ihnen zwei unterschiedliche Seminarreihen an. Sie müssen sich also lediglich für eine Seminarreihe anmelden.

Seminarreihe 1 | 16.09.2021 bis 01.10.2021Seminarreihe 2 | 21.01.2022 – 18.03.2022
M1: Donnerstag, 16.09.2021
M2: Freitag, 17.09.2021
M3: Donnerstag, 23.09.2021
M4: Freitag, 24.09.2021
M5: Donnerstag, 30.09.2021
M6: Freitag, 01.10.2021
M1: Freitag, 21.01.2022
M2: Freitag, 04.02.2022
M3: Donnerstag, 17.02.2022
M4: Freitag, 18.02.2022
M5: Freitag, 04.03.2022
M6: Freitag, 18.03.2022

Haben Sie noch Fragen? Wenden Sie sich an Markus Sindermann – sindermann@fjmk.de – 0221 67 77 41 923

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